Brennholz-Ratgeber
Alles, was Sie über Brennholz wissen müssen – für eine optimale Heizleistung und ein sicheres, angenehmes Feuer.
1. Die richtige Holzfeuchte erkennen
Die Feuchtigkeit des Brennholzes ist der wichtigste Faktor für eine effiziente Verbrennung. Zu feuchtes Holz führt zu starker Rauchentwicklung, schlechter Wärmeleistung und einer erhöhten Ablagerung von Ruß und Kreosot im Kamin – ein Brandrisiko.
- Optimaler Wert: unter 20 % Restfeuchte
- Erkennungsmerkmale trockenen Holzes: dunklere Farbe, Risse an den Stirnseiten, hohler Klang beim Aneinanderschlagen zweier Scheite
- Messung: Ein einfaches Feuchtigkeitsmessgerät (ab ca. 15 €) gibt Ihnen Gewissheit
2. Die passende Holzart wählen
Nicht jede Holzart eignet sich gleich gut zum Heizen:
- Buche – hoher Brennwert, gleichmäßige Glut, der Klassiker für den Kaminofen
- Eiche – sehr langsam und lang brennend, ideal für kalte Winterabende
- Esche – brennt auch mit etwas höherer Restfeuchte gut, beliebt bei Einsteigern
- Nadelholz (Fichte, Kiefer) – brennt schnell und heiß, gut zum Anzünden, aber stärkerer Funkenflug
3. Richtig lagern
Auch bestes Brennholz verliert seine Qualität bei falscher Lagerung:
- Lagern Sie das Holz überdacht, aber mit guter Luftzirkulation
- Vermeiden Sie direkten Bodenkontakt (Palette oder Holzunterlage verwenden)
- Stapeln Sie das Holz mit ausreichend Abstand zur Hauswand
- Rechnen Sie mit 1–2 Jahren Trocknungszeit bei frisch geschlagenem Holz
4. Die richtige Scheitlänge
Die Scheitlänge sollte zu Ihrem Ofen oder Kamin passen – zu lange Scheite lassen sich schlecht schließen, zu kurze verbrennen zu schnell. Die gängigsten Längen sind 25 cm, 33 cm und 50 cm. Im Zweifel messen Sie den Innenraum Ihres Ofens nach, bevor Sie bestellen.
5. Richtig anfeuern
- Verwenden Sie kleine, trockene Anzündhölzer und Nadelholz als Basis
- Legen Sie das Feuer von oben an („Top-Down-Methode“) für weniger Rauch und effizientere Verbrennung
- Öffnen Sie die Luftzufuhr am Anfang vollständig, drosseln Sie erst, wenn das Feuer stabil brennt
6. Umweltbewusst heizen
Trockenes, richtig gelagertes Holz verbrennt nicht nur effizienter, sondern auch deutlich sauberer – weniger Feinstaub, weniger Emissionen. Ein gut gepflegter, regelmäßig gereinigter Ofen trägt ebenfalls entscheidend zu einer umweltfreundlichen Verbrennung bei.


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